Das Abendprogramm der Musikbühne Mannheim- eine Chronik

Im Gründungsjahr der Musikbühne Mannheim (1989) fing alles mit einer Operettenrevue mit Liedern, die im Dritten Reich verboten waren an: "Zuschaun kann i net", in Koproduktion mit der Opernschule Mannheim. Die Premiere fand im Stamitzsaal des Rosengartens Mannheim statt und wurde von der Presse begeistert gefeiert: "Das Unternehmen verrät Wagemut: In Mannheim gibt's ein neues Theater. Der Einstand des jungen Ensembles mit einem Operettenabend ist jedenfalls ein Volltreffer. Zwei Stunden Kurzweil, ohne daß der Verstand an der Kasse bleibt. Streul und sein Ensemble bringen das Kunststück fertig, die Szenen von der Vergangenheit einholen zu lassen, ohne daß es zu intellektuellen Verkrampfungen oder zeigefingerhafter Bewältigungspädagogik kommt...obwohl auch herzlich gelacht werden darf. Allen zu eigen: Begabung gerade fürs so schwere leichte Fach, Bühnenpräsenz, darstellerische Wendigkeit, kurz: Charakter." (Stefan Koch, Mannheimer Morgen 19.5.1989)

1990 folgten im Stamitzsaal zwei weitere Premieren: "Spectaculum" und "Herzflattern und Ohrensausen", das Kultstatus erreichte, auf vielen Kreuzfahrten rund um die Welt gereist ist und erst 2004 nach mehr als 200 Vorstellungen abgesetzt wurde.

1991 "Krieg der Primadonnen", 1992 "Bittersüße Lieder" und 1993 "Schön ist es, auf der Welt zu sein"

1995 erblickte im Haus Catoir in Bad Dürkheim ein regionales Pfälzer Programm das Licht der Welt: "Alla dann"- mit Elsbeth Janda. Dieses charmante Programm haben wir bis zum Tod von Elsbeth Janda im Jahre 2005 regelmäßig in der ganzen (Kur)-Pfalz und über die Region hinaus u.a. im ausverkauften Landespavillon Stuttgart gespielt. Nach dem Tod von Elsbeth gab es noch zwei Nachfolgeprogramme "Uff die Bääm, die Pälzer kummen" und "Horsch emol"

1998-2000 folgten drei Premieren im Rosengarten Mannheim: 1998 "Memories", eine Musicalrevue, die mit rund 50 Vorstellungen im Sommer 1999 auf der Insel Rügen Hauptstück des "Putbus-Sommers" war, 1999 das Operngrusical "Die Leiche im Sack" ( in Koproduktion mit dem Mercedes Benz Forum Stuttgart) und 2000 die Jahrhundert-Revue "Yesterday".

2001-2004 arbeiteten wir eng mit dem Theater im Pfalzbau Ludwigshafen unter der Leitung des damaligen Intendanten und Präsidenten der Inthega, Michael Haensel, zusammen, u.a. 2004 mit unserer Operettenrevue "Adieu".

IMG 8427Ein ganz besonderer Meilenstein wurde die Arbeit mit dem Komiker, Schauspieler und Regisseur Otto Schenk, im "Schauspieldirektor" von W.A.Mozart. Dieses Projekt, das in Berlin unter Sir Neville Marriner gestartet war, haben wir übernommen und 2007 drei ausverkaufte Vorstellungen in Koproduktion zur Eröffnung des Apollo-Theaters in Siegen gespielt. Es folgten Gastspiele in Österreich und Deutschland, darunter in Graz, Klagenfurt, Villach, Darmstadt ( Hier mit Helmut Lohner als Schauspieldirektor.) und im Goethetheater Bad Lauchstädt.

2009 spielte Lisa Fitz die Rolle der Theaterdirektorin in der musikalischen Komödie "Mozart-Kugeln", die Premiere/Koproduktion war im Parktheater Bensheim.

Zum Wagner-Jahr 2013 gab es in Koproduktion mit den Städtischen Bühnen Münster den "Schicksals-Akkord". Die Premiere der Musikbühne Mannheim fand im Oktober 2012 im Parktheater Bensheim statt. Gastspiele folgten u.a. in München und im April 2013 in der ausverkauften Stadthalle in Bayreuth.

Seit 1996 haben wir in regelmäßigen Abständen auch Liederabende mit der Sopranistin Daniela Grundmann im Spielplan, darunter "Nachtgesang", 1998, über die Freundschaft zwischen Goethe und Zelter, der u.a. in Berlin und Düsseldorf gezeigt wurde und ein Programm über Felix und Fanny Mendelssohn: "Auf Flügeln des Gesanges" und "Meine liebe Clara" mit dem Daniela Grundmann ins Mendelssohn-Haus Leipzig eingeladen wurde. Seit 2012 arbeitet sie im festen Lied-Duo mit Andreas Korn zusammen. Seither sind mehrere Programme entstanden, zum Teil Auftragsarbeiten, zum Shakespeare-Jahr 2016 die "Shakespeare-Lieder", u.a. in Berlin, Kassel und Essen, seit August 2018 zu Ehren von Clara Schumanns 200.Geburtstag "Widmung" in Mainz. Zum Beethoven-Jahr 2020 ist ein Programm mit Liedern und Klavierwerken in Vorbereitung, von Beethoven und seinen Zeitgenossen.

2014 brachten wir in Mannheim den "Tanz auf dem Vulkan" heraus, eine politische 20er Jahre-Operettenrevue von Eberhard Streul mit Liedern, die verboten waren. 

Mit Ausschnitten aus dem "Tanz auf dem Vulkan" wurden Daniela Grundmann und Christina Prieur zur Ausstellungseröffnung und Finissage der Ausstellung "Die neue Frau" in die Städtische Galerie Bietigheim eingeladen.

2019 wollen wir unser 30-jähriges Bestehen feiern, mit der turbulenten Revue "Die Theaterchefin".

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